Israel birgt Leichen zweier Geiseln im Gaza-Streifen
Israels Armee hat die Leichen zweier aus Israel entführter Menschen im Gaza-Streifen geborgen und nach Israel gebracht. Bei einem der Entführten handelt es sich um Ilan Weiss, der bereits am Tag des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 getötet worden ist, wie der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Angaben seines Büros mitteilte. Zur Identität der zweiten Person gab es zunächst keine Informationen. Die sterblichen Überreste würden identifiziert.
Bei ihrem überraschenden Angriffe auf Israel vor fast zwei Jahren hatte die Terrororganisation Hamas nach israelischen Angaben 1200 Menschen getötet und 251 in den Gaza-Streifen verschleppt. Insgesamt werden nun noch 48 Geiseln im Gaza-Streifen festgehalten, 20 davon sollen am Leben sein.
Ilan Weiss stammte aus dem Kibbuz Beeri und versuchte nach Angaben des Forums der Geisel-Familien während des Großangriffs der Hamas und anderer Islamisten die eindringenden Terroristen abzuwehren. Erst im Januar 2024 wurde offiziell bestätigt, dass er dabei ums Leben kam. „Ilan bewies Mut und Großmut im Kampf gegen die Terroristen an diesem dunklen Tag. Mit seinem Tod schenkte er Leben“, sagte Israels Präsident Izchak Herzog. Er sprach der Familie sein Mitleid aus.
Weiss' Frau und eine seiner drei Töchter wurden entführt und kamen knapp zwei Monate später im Rahmen eines Gaza-Abkommens frei. Berichten zufolge war der Mann 56 Jahre alt.
Stadt Gaza zum „gefährlichen Kampfgebiet“ erklärt
Derweil hat die israelische Armee angesichts ihrer angekündigten Militäroffensive die Stadt Gaza zum „gefährlichen Kampfgebiet“ erklärt. Ab 10 Uhr (Ortszeit, 9 Uhr MESZ) werde die „örtliche taktische Pause“ des Armeeeinsatzes nicht mehr gelten, erklärten die Streitkräfte.
Damit hoben sie eine Beschränkung der Kampfhandlungen auf, die Ende Juli für die Stadt Gaza und weitere Gebiete erlassen worden war, um UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen den „sicheren Transport“ von Hilfsgütern zu ermöglichen. Die Armee erklärte am Freitag, sie werde parallel zu ihrem militärischen Vorgehen gegen „Terrororganisationen im Gazastreifen“ weiterhin „humanitäre Anstrengungen unterstützen“.
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