Zwei Hobby-Sondengänger haben in Norwegen den bislang größten Münzschatz aus der Wikingerzeit entdeckt. Vegard Sørlie und Rune Sætre stießen Anfang April nahe der Ortschaft Rena auf den spektakulären Fund, als sie mit Metalldetektoren unterwegs waren.

Nach ersten Signalen gruben die beiden 19 Silbermünzen aus und informierten die Behörden. Was zunächst wie ein kleiner Fund aussah, entwickelte sich schnell zu einer archäologischen Sensation. Bereits am ersten Tag fanden hinzugezogene Fachleute rund 70 Münzen. Inzwischen wurden insgesamt 2970 Silbermünzen geborgen.

„Ich habe im Scherz gesagt, es wäre schön, wenn wir noch ein paar Münzen mehr finden würden, um die Entdeckung noch bedeutender zu machen. Tatsächlich hörten die Detektoren nie auf zu piepen!“, sagte die zuständige Archäologin May-Tove Smiseth dem Nachrichtenportal „Science Norway“.

Damit handelt es sich um den größten bekannten Münzfund aus der Wikingerzeit in Norwegen. „Es war absolut unglaublich, dort zu stehen und zuzusehen, wie diese Münzen aus der Erde gehoben wurden. Und die Qualität der Münzen zu sehen. Sie sind so schön“, so Smiseth weiter.

Vegard Sørlie (links) und Rune Sætre, die beiden Sondengänger, die Norwegens größten Münzschatz aus der Wikingerzeit gefunden habenEinige der Wikingermünzen aus Silber

Der Boden an dieser Stelle enthält nur sehr wenige Steine, was den außergewöhnlich guten Erhaltungszustand der Münzen erklären könnte: „Sie sind so gut erhalten, dass sie fast wie frisch geprägt aussehen.“

Das Fundgebiet wurde inzwischen abgesperrt und wird bewacht. Erste Analysen durch Professor Svein Gullbekk vom Münzkabinett des Museums für Kulturgeschichte in Oslo zeigen, dass die meisten Münzen aus England und Deutschland stammen, einige auch aus Dänemark und Norwegen. Die Stücke sind bis zu 1000 Jahre alt.

Rune Sætre, einer der beiden Sondengänger, die den Schatz gefunden haben, überprüft eines der unzähligen Signale an der Fundstelle

„Dies ist ein historischer Fund. Die Tatsache, dass er zudem aus der Wikingerzeit stammt, macht ihn noch spektakulärer. Ohne die hervorragende Arbeit der Bezirksverwaltung und insbesondere der privaten Metalldetektoren-Sucher wäre dies nicht möglich gewesen“, betont Klima- und Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen in einer Pressemitteilung der Bezirksverwaltung. „Dies ist ein Fund, den ganz Norwegen erleben sollte.“

Große Münzfunde aus der Wikingerzeit sind in Norwegen selten. Der letzte bedeutende Fund wurde 1950 bei Trondheim gemacht und umfasste rund 970 Münzen. Der bisherige Rekord stammt aus dem 19. Jahrhundert mit 1894 Münzen bei Egersund.

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