Dauerhafte Rückenschmerzen scheinen das Gehirn zu verändern. Es scheint dann deutlich empfindlicher auf Geräusche zu reagieren, so zeigt eine neue Studie.

Als wären die Rückenschmerzen nicht allein schon genug des Leides. Aber offensichtlich sorgen die chronischen Beschwerden für Veränderungen im Gehirn, so eine Studie der University of Colorado Anschutz. Die Untersuchung, die in der Fachzeitschrift „Annals of Neurology“ erschienen ist, zeigt einen Zusammenhang zwischen der Geräuschempfindlichkeit und messbaren Unterschieden in der Hirn-Aktivität. Aber, so berichten die Forscher auch, es gibt Hoffnung auf Linderung der Beschwerden.

Der Mitautor der Studie, Yoni Ashar sagt: „Unsere Entdeckung bestätigt, was unsere Patienten schon seit Jahren erzählen. Nämlich, dass sie mit Rückenschmerzen die alltäglichen Geräusche viel härter und intensiver hören als normalerweise.“ Dies sei ein deutlicher Hinweis, dass Beschwerden im Rückenbereich nicht einfach eine lokale Erkrankung seien. Das Gehirn reagiere deutlich sensibler. 

Rückenschmerzen zeigen auch tief im Gehirn ihre Wirkung

Für die kleine Studie wurden zwei Gruppen untersucht. Eine mit und eine ohne Rückenschmerzen. Die mit Beschwerden zeigten viel deutlichere Reaktionen auf Geräusche als die gesunde Gruppe. Interessanterweise konnte in den MRTs aber keine Aktivität in den Gehirnbereichen für die frühe Bearbeitung von Geräuschen festgestellt werden. Die fanden erst in den höheren Gehirnregionen statt. Gleichzeitig war die Aktivität im mittleren präfrontalen Kortex verringert. Der hilft dabei, Emotionen zu regulieren.

Die Forscher testeten auch verschiedene Behandlungsmethoden. Am besten schnitt eine Therapie ab, die vor allem auf eine psychologische Verarbeitung der Beschwerden setzte. Allerdings konnte bislang nicht geklärt werden, wie die Probleme überhaupt entstehen. Dafür sind noch weitere Studien notwendig.

akr
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