Ein 243 Kilogramm schwerer Blauflossenthunfisch hat auf der ersten Auktion des neuen Jahres auf dem Toyosu-Fischmarkt in der japanischen Hauptstadt Tokio einen Rekordpreis erzielt. Der Fisch wurde für 510,3 Millionen Yen, umgerechnet rund 2,8 Millionen Euro, verkauft.

Höchstbietender bei der frühmorgendlichen Auktion am Montag war das Unternehmen Kiyomura Corp., dessen Eigentümer Kiyoshi Kimura die beliebte japanische Sushi-Restaurantkette Sushi Zanmai betreibt. Der Preis entspricht rund 11.413 Euro pro Kilogramm. Später erklärte Kimura Reportern, er habe eigentlich gehofft, günstiger davonzukommen. „Der Preis schoss in die Höhe, ehe man sich versah.“

Der Gastronom, der die jährliche Auktion in der Vergangenheit häufig gewonnen hat, übertraf damit seinen bisherigen Rekord aus dem Jahr 2019 von 334 Millionen Yen, rund 1,8 Millionen Euro.

Der teure Fisch wurde vor der Küste von Oma im Norden Japans gefangen, einer Region, die als Heimat besonders hochwertiger Thunfische gilt. Bei der Auktion werden täglich Hunderte Thunfische verkauft, doch insbesondere für Exemplare aus Oma liegen die Preise deutlich über dem üblichen Niveau – vor allem bei der feierlichen Neujahrsauktion.

Die hohen Preise bei der Neujahrsauktion in Tokio liegen nicht so sehr an der Qualität des Fisches. Vielmehr handelt es sich um eine gezielte PR-Aktion zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres, über die die Medien jedes Jahr berichten.

Blauflossenthunfisch bis zu einer halben Tonne schwer

„Der erste Thunfisch des Jahres bringt Glück. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen ihn genießen und sich davon beleben lassen können“, sagte Restaurantbetreiber Kimura. Der Fisch wird filetiert und an Restaurants im ganzen Land verteilt. „Ich habe ihn bisher nicht probiert, aber er muss köstlich sein.“

Trotz der Rekordausgaben erklärte das Unternehmen laut örtlichen Medien, den Thunfisch zum üblichen Preis an die Kundschaft zu verkaufen. Die Gebotspreise haben sich in den vergangenen Jahren nach einem starken Einbruch durch die Coronavirus-Pandemie erholt.

Nirgendwo wird so viel Blauflossenthun gegessen wie in Japan. Der Nordpazifische Blauflossenthunfisch (Thunnus orientalis) wird weit über 200 Zentimeter groß und über 450 Kilogramm schwer; das größte bislang dokumentierte Exemplar hatte eine Länge von rund drei Metern, wog 555 kg und wurde im Jahr 1986 in den Gewässern südlich von Kyushu, der südwestlichsten der japanischen Hauptinseln, gefangen.

Die Fische waren lange Zeit stark gefährdet und teilweise sogar vom Aussterben bedroht, vor allem durch die Überfischung für den Sushi-Markt. Dank strengerer Quoten erholen sich die Bestände zwar langsam, gelten aber weiterhin als bedroht.

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